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Der Studiengang Sozialmanagement
Direkter
Link zum Studiengang
Als eine der ersten Hochschuleinrichtungen Deutschlands hat als Vorgängereinrichtung
die Fachhochschule Nordostniedersachsen in Lüneburg Mitte 1992
den Weiterbildenden Studiengang "Sozialmanagement" eingerichtet.
Seit der Fusion der beiden Lüneburger Hochschulen (ehem. Fachhochschule
und Universität) zur neuen Leuphana Modelluniversität Lüneburg
im Januar 2005, wird dieses Studienangebot mit einem anwendungsorientiertem
Profil, einem erweiterten Curriculum sowie der Möglichkeit für
den Erwerb des Masterabschlusses (MSM) auch dort fortgeführt und
akkreditiert.
Das Lüneburger Weiterbildungsangebot für
Führungskräfte (bzw. diejenigen, die eine derartige Funktion
in der Sozialarbeit / Sozialpädagogik anstreben) erfreut sich seit
seiner Gründung großer Nachfrage in der Praxis. Der Studiengang
ist seit seinem Bestehen überwiegend voll ausgelastet. Vielfach
bewarben sich mehr Bewerberinnen und Bewerber auf den Studiengang als
Studienplätze zur Verfügung standen. Sicherlich ist hierfür
auch der eingelöste Anspruch mitverantwortlich, sich durch den
Umfang (bis 2005 vier Semester, ab 2006 fünf Studiensemester) von
den „Crash-Trendangeboten“ gerade auch vieler freier Träger
- deren Umfang manchmal nur zwischen vier Wochenenden oder auch vier
Kompaktwochen liegt - abzugrenzen.
Im Studienangebot stehen seit 2006 25 Studienplätze
pro Jahr zur Verfügung (bis 2006 20 Plätze). Im Fall einer
größeren Zahl geeigneter Bewer-berinnen und Bewerber werden
die Studienplätze entsprechend der Zulassungsordnung nach einem
Punktesystem vergeben: Kriterien hierfür sind die Jahre der Berufstätigkeit,
die Abschlussnote des ersten berufs-qualifizierenden Abschlusses, der
Bonus für erfolglose Bewerbungen aus Vorjahren im Studiengang sowie
evtl. vorhandene und nachgewiesene Leitungsfunktionen in den Arbeitsfeldern
der Sozialarbeit, Sozialpädagogik oder Sozialwirtschaft. Seit 2008
werden die im Beruf erbrachten Leistungen und Erfahrungen in ihrer Gewichtung
zur Vergabe der Studienplätze der erreichten Note des ersten berufsqualifizierenden
Abschlusses gleichgestellt.
Der Weiterbildende Studiengang richtet sich an Interessierte mit einem
abgeschlossenen Studium der Sozialarbeit oder Sozialpädagogik oder
einem verwandten Studienabschluss mit einem Diplom, Master, Magister
oder Bachelorgrad.
Eine ab 2008 mindestens zweijährige Berufstätigkeit (bis 2008
eine drei-jährige) in den Feldern der Sozialarbeit, Sozialpädagogik
oder Sozialwirtschaft nach dem Berufsanerkennungsjahr wird vorausgesetzt.
Die Chancen auf einen Studienplatz können dabei durch nachgewiesene
Tätigkeiten in Leitungsfunktionen erhöht werden. Die Regelstudienzeit
betrug ab 2006 fünf Semester (bis dahin vier). Der Weiterbildende
Studiengang wird berufsbegleitend angeboten.
Die Absolventinnen und Absolventen erhalten nach bestandener Abschlussprüfung
eine Masterurkunde (Master of Social Management - MSM). Ein Diploma
Supplement ergänzt das Abschlusszeugnis um die Auflistung aller
absolvierten Module und Lehrveranstaltungen sowie der erworbenen 90
Credit-Points.
Bei Wahrnehmung aller Themenangebote umfasste das Curriculum (bis 2008)
insgesamt in fünf Semestern ca. 35 Wochenendveranstaltungen mit
ca. 1047 Präsenzstunden. Das entspricht etwa 14 Wochenendveran-staltungen
im Jahr. Sie waren durch urlaubs- oder feiertagsbedingte Zonen unterschiedlich
auf die Monate des Jahres verteilt.
Neben der Akkreditierung zum Masterstudiengang in 2005 (die die Anerkennung
des Abschlusses zu einer möglichen laufbahnrechtlichen Einstufung
in den höheren Dienst einschließt), erfolgte 2008 ein weiterer
Schritt, der die Anwendungsorientierung dieses Studienprofils vertiefen
soll. Die Leuphana Universität kooperiert hierzu mit zwei Wohlfahrtsverbänden,
der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und den Paritäten. Hierbei wurde das
bisherige Studienprofil Sozialmanagement zu einem Kooperationsstudiengang
ausgebaut. Wesentliche curriculare Bestandteile, die ein qualitativ
hochwertiges Sozialmanagementstudium auszeichnen, wurden in diesem Prozess
aufgegriffen und das Curriculum ergänzt.
Die Bündelung der Präsenzzeiten in Kompakteinheiten (Kombination
aus ca. sieben Wocheneinheiten und ca. drei Wochenendeinheiten in fünf
Studiensemestern) soll die Anreisebelastung der Studiengangsteilnehmerinnen
und –teilnehmer gegenüber einem reinen Wochenendstudium reduzieren.
Weiterhin ist im Rahmen der neuen Organisationseinheit der Professional
School - in der alle Weiterbildungsaktivitäten der neuen Leuphana
Universität gebündelt werden - vorgesehen, ein Blended Learning
System zu entwickeln, das den Transfer und die Reflexion von Präsenzveranstaltungen
der Studiengänge im Anschluss an die Präsenzver-anstaltungen
erleichtern und unterstützen soll. Auch der Besuch aller anderen
in diesem Studienverbundsystem angebotenen Veranstaltungen steht in
der Zukunft allen Studierenden der Weiterbildungsstudiengänge untereinander
offen. So können – über das eigene fachliche Studienprofil
hinaus - interessante erweiternde Blickwinkel entstehen.
Ein überfachlicher Rahmen des Leuphana Weiterbildungsmodells ergänzt
seit 2008 die einzelnen Studienprofile in den Bereichen: „Person
und Interaktion“, „Organisation und Veränderung“
sowie „Gesellschaft und Ver-antwortung“. Die Hochschule
möchte mit diesem Rahmen die Weiterbil-dungsressourcen bündeln,
um die verschiedenen Zielgruppen der Wei-terbildung konkurrenzfähig,
professionell und für den persönlichen Wett-bewerb der beruflichen
Entwicklung zu qualifizieren.
Der berufsbegleitende Charakter und das anwendungsorientierte Profil
dieses Weiterbildungsstudiums interessieren nach Darstellung der Hochschule
all diejenigen SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen - nicht
nur in Führungs- und Leitungsfunktionen - die auf der Suche nach
Innovationen, neuen Anregungen und Qualifikationen für ihre Berufspraxis
sind. Das neue Studienprofil soll mit seinem aktuellen und wissenschaftlich
fundierten Curriculum in drei überfachlichen und sieben Fachmodulen
des Sozialmanagements qualifizieren.
Um die Lehr- und Lernökologie möglichst lernintensiv, aktivierend
und individuell zu gestalten, ist die Aufnahme auf maximal 25 Teilnehmerinnen
und Teilnehmer je Studiendurchgang beschränkt. Diese Gruppengröße
sowie die Zugangsvoraussetzungen sollen ein wissenschaftlich kompetentes
und praxisbezogenes Lern- und Reflexionsklima in den Veranstaltungen
sicherstellen. Eine Skriptenreihe zu den Veranstaltungen sowie ein Blended
Learning System ermöglichen das Nacharbeiten zu jeder Veranstaltung
sowie die Anlage eines umfangreichen Inhaltsarchivs.
Das Studienangebot der Leuphana Universität Lüneburg ist in
Deutsch-land derzeitig eines der wenigen Angebote, das es ermöglicht,
im Rahmen eines Weiterbildungsstudiums in berufsbegleitender Form einen
Masterabschluss mit anwendungsorientiertem Profil an einer Universität
zu erwerben. Dies ist eine auch für ehemalige FachhochschulabsolventInnen
interessante Möglichkeit, neben den fachlichen Qualifikationen
auch die formale Qualifikation für eine anschließende Promotion
zu er-werben.
von Wolf Paschen
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